Bildschirmabstand berechnen: Rechner, Tabelle und Praxischeck

Wie weit sollte dein Monitor von den Augen entfernt stehen? Für typische Büro- und Leseaufgaben gibt es keinen persönlichen Exaktwert allein aus Zollgröße und Auflösung. Bei ortsgebundenen Bildschirmarbeitsplätzen nennt die ASR A6 mindestens 50 cm. Die DGUV beschreibt für überwiegend lesende Büroarbeit 50 bis 65 cm als bewährten Bereich.

Nutze den Rechner deshalb als Startpunkt. Prüfe danach, ob du Schrift und Arbeitsinhalte ohne Vorlehnen gut erkennst, ob der Bildschirm auf deinen Schreibtisch passt und ob du die Darstellung vergrößern solltest. Die Werte sind Orientierungen für die Arbeitsplatzgestaltung und keine medizinische Empfehlung.

Hero-Ergonomie: Bildschirmabstand

Ermittle einen Startbereich und prüfe ihn anschließend an deinem Arbeitsplatz.

Zum Beispiel 24, 27, 32 oder 34 Zoll.

Dein Startbereich:
50–65 cm
Orientierung für typische Büro- und Leseaufgaben
Die Bildschirmgröße allein bestimmt den passenden Abstand nicht. Prüfe anschließend, ob Schrift und Arbeitsinhalte aus deiner normalen Sitzposition gut erkennbar sind.

Hero-Praxistipp: Ist die Schrift zu klein, erhöhe zuerst Schriftgröße oder Skalierung, statt dich automatisch weiter zum Bildschirm vorzubeugen.

Die Ergebnisse sind Orientierungen für die Arbeitsplatzgestaltung und keine medizinische Empfehlung oder ein persönlich berechneter Idealwert.

Wichtig: Der Rechner liefert dir einen Startbereich für die praktische Einstellung. Er berechnet keinen persönlichen Idealwert und ersetzt keine individuelle Seh- oder Arbeitsplatzberatung.

Für typische Büro- und Leseaufgaben sind vor allem Lesbarkeit, Zeichengröße, Skalierung und deine tatsächliche Sitzposition entscheidend. Wenn Inhalte zu klein wirken, prüfe zuerst Schriftgröße oder Skalierung, statt automatisch näher an den Monitor zu rücken.

Die größere Distanz aus der Formel gilt nur als grobe Abschätzung für den Sonderfall, dass der gesamte Bildschirminhalt möglichst ohne Kopfbewegung erfasst werden soll.


So ist der Rechner einzuordnen

Der Rechner liefert dir einen Startbereich für die praktische Einstellung. Er berechnet keinen persönlichen Idealwert und ersetzt keine individuelle Seh- oder Arbeitsplatzberatung.

Für typische Büro- und Leseaufgaben sind vor allem Lesbarkeit, Zeichengröße, Skalierung und deine tatsächliche Sitzposition relevant. Wenn Inhalte zu klein wirken, prüfe zuerst Schriftgröße oder Skalierung, statt automatisch näher an den Monitor zu rücken.

Bildschirmabstand berechnen: So nutzt du den Rechner

Der Rechner soll dir keinen perfekten Monitorabstand ausrechnen, sondern einen sinnvollen Startbereich für deinen Arbeitsplatz liefern. Für typische Büroarbeit mit Texten, E-Mails oder Tabellen kannst du zunächst einen Abstand von 50 bis 65 cm prüfen.

Auch bei gemischter Büroarbeit mit mehreren Fenstern ist dieser Bereich ein sinnvoller Ausgangspunkt. Entscheidend ist anschließend, ob du die wichtigen Inhalte aus deiner normalen Sitzposition gut erkennst und ob die Darstellung zu deiner Arbeitsweise passt.

Nur wenn du den gesamten Bildschirminhalt möglichst ohne Kopfbewegung erfassen musst, verwendet der Rechner eine grobe Abschätzung anhand der Bildschirmdiagonale. Dieser Wert gilt für diese konkrete Sehaufgabe und nicht pauschal für gewöhnliches Lesen, E-Mails oder Tabellen.

Prüfe das Ergebnis mit einem typischen Arbeitsinhalt. Kannst du Schrift und wichtige Bedienelemente ohne Vorlehnen erkennen? Ist die benötigte Bildschirmfläche gut nutzbar? Und bleibt auf dem Tisch genügend Platz für Tastatur, Maus und Unterarme?

Ist die Darstellung zu klein, musst du nicht automatisch näher an den Bildschirm rücken. Häufig ist es sinnvoller, zunächst die Skalierung im Betriebssystem oder die Schriftgröße im verwendeten Programm anzupassen.

Tabelle: Bildschirmabstand für 24, 27 und 32 Zoll

Die Bildschirmdiagonale allein ergibt keinen persönlichen Idealabstand. Die Tabelle trennt deshalb den Startbereich für typische Büroarbeit von der groben Abschätzung für Aufgaben, bei denen der gesamte Bildschirminhalt möglichst ohne Kopfbewegung erfasst werden soll.

Auf dem Smartphone kannst du die Tabelle seitlich wischen.

Bildschirmgröße Diagonale Typische Büroarbeit Gesamtübersicht Anschließend prüfen
24 Zoll ca. 61 cm 50–65 cm ca. 100 cm Lesbarkeit und Skalierung
27 Zoll ca. 69 cm 50–65 cm ca. 110 cm Lesbarkeit und Skalierung
32 Zoll ca. 81 cm 50–65 cm ca. 130 cm Bildfläche und Lesbarkeit
34 Zoll ca. 86 cm 50–65 cm ca. 140 cm Bildfläche und Lesbarkeit

Zur Spalte „Gesamtübersicht“: Die Werte sind gerundete eigene Berechnungen anhand der ASR-A6-Formel „Bildschirmdiagonale in Millimetern × 1,6“. Sie gelten nur als grobe Abschätzung für Aufgaben, bei denen der gesamte Bildschirminhalt möglichst ohne Kopfbewegung erfasst werden soll. Sie sind kein persönlicher Idealabstand.


Was ist ein sinnvoller Monitorabstand für Büroarbeit?

Für typische Büroarbeit ist ein Bereich von etwa 50 bis 65 cm ein sinnvoller Ausgangspunkt. Die DGUV beschreibt diesen Sehabstand für überwiegend lesende Tätigkeiten als bewährt. Entscheidend ist dabei nicht nur die Größe des Monitors, sondern vor allem, wie groß Texte und Bedienelemente tatsächlich dargestellt werden.

Ein 27-Zoll-Monitor benötigt deshalb nicht automatisch einen anderen Abstand als ein 24-Zoll-Modell. Auch die Auflösung allein liefert keinen festen Zentimeterwert. Bei hochauflösenden Displays lässt sich die Darstellung über die Skalierung im Betriebssystem anpassen.

Nutze 50 bis 65 cm daher als Startbereich und prüfe deine normale Arbeitssituation: Kannst du E-Mails, Dokumente oder Tabellen gut lesen, ohne dich nach vorne zu bewegen? Wenn nicht, solltest du zunächst Schriftgröße und Skalierung kontrollieren.

Warum die Zollzahl allein nicht reicht

Bildschirmgröße, Auflösung und Sitzabstand hängen nicht über eine einfache Formel zusammen. Für gewöhnliche Büroarbeit sind Sehaufgabe, Zeichengröße und Darstellung wichtiger als ein vermeintlicher „Idealabstand“ für eine bestimmte Zollgröße.

Illustration zum Bildschirmabstand im Homeoffice mit seitlicher Ansicht auf Person und Monitor.

Hinweis: KI-generierte Illustration zur Veranschaulichung.


Abstand zwischen Augen und Bildschirm richtig messen

Wenn du deinen Monitorabstand nachvollziehbar prüfen möchtest, ist ein Maßband genauer als die bekannte Armlängen-Faustregel. Gemessen wird ungefähr von deiner Augenposition bis zur Bildschirmoberfläche.

Setz dich dafür so hin, wie du tatsächlich arbeitest: Rücken angelehnt, Hände in normaler Arbeitsposition und Kopf nicht künstlich nach vorne oder hinten verschoben. Miss anschließend den Abstand von den Augen bis zum Bildschirm.

Für typische Büro- und Leseaufgaben kannst du zunächst prüfen, ob du im Bereich von etwa 50 bis 65 cm gut zurechtkommst. Wichtiger als ein einzelner Zentimeterwert ist anschließend die Praxis: Sind Schrift, Tabellen und Bedienelemente ohne Vorlehnen gut erkennbar?

Armlänge: praktisch, aber nicht exakt

Eine ausgestreckte Armlänge kann dir eine schnelle Orientierung geben. Sie ist aber keine genaue Messmethode, weil Körperproportionen, Bildschirmgröße und Sehaufgabe unterschiedlich sind. Deine Fingerspitzen müssen den Monitor deshalb weder exakt berühren noch einen bestimmten Abstand dazu haben.

Wenn du den Wert später vergleichen möchtest, notiere dir den gemessenen Abstand. So kannst du nach Änderungen an Monitorständer, Tisch oder Sitzposition prüfen, ob sich dein Setup tatsächlich verändert hat.

Eigener Praxistest zum Bildschirmabstand mit ausgestrecktem Arm vor einem Laptop

Eigene Aufnahme: Der Armlängen-Check ist nur eine grobe Alltagshilfe. Für einen nachvollziehbaren Abstand ist eine Messung mit dem Maßband genauer.


Zu nah oder zu weit? Lesbarkeit praktisch prüfen

Ob dein Bildschirmabstand in der Praxis passt, merkst du nicht an einem einzelnen Zentimeterwert. Entscheidend ist, ob du deine üblichen Arbeitsinhalte aus einer normalen Sitzposition gut erkennen und bedienen kannst.

Musst du dich regelmäßig nach vorne bewegen, um Texte, Zahlen oder Bedienelemente zu erkennen, kann die Darstellung zu klein sein. Prüfe deshalb zuerst die Schriftgröße und die Skalierung deines Betriebssystems oder Programms. Erst danach solltest du den Monitor näher heranstellen.

Steht der Bildschirm sehr nah, kann es dagegen unangenehm sein, größere Bereiche der Anzeige gleichzeitig zu erfassen. Bei großen oder sehr breiten Displays kann etwas mehr Abstand sinnvoll sein. Maßgeblich bleibt auch hier die konkrete Aufgabe und nicht eine starre Zollregel.

Drei Fragen für den Praxischeck

1. Lesbarkeit: Kannst du normalen Text erkennen, ohne dich zum Bildschirm vorzubeugen?

2. Überblick: Kannst du die für deine Arbeit wichtigen Bildschirmbereiche bequem erfassen?

3. Arbeitsplatz: Bleibt bei diesem Abstand genügend Platz für Tastatur, Maus und deine Unterarme?

Verändere nach Möglichkeit nur eine Sache gleichzeitig. Passe zum Beispiel zuerst die Skalierung an und prüfe einige Minuten mit einem typischen Dokument oder einer Tabelle, bevor du zusätzlich den Monitor verschiebst. So lässt sich besser beurteilen, welche Einstellung tatsächlich einen Unterschied macht.

Wenn du Inhalte trotz sinnvoller Darstellungsgröße dauerhaft schlecht erkennen kannst oder bei der Bildschirmarbeit wiederkehrende Beschwerden bemerkst, sollte das fachlich abgeklärt werden. Ein allgemeiner Bildschirmabstandsrechner kann individuelle Sehbedingungen nicht berücksichtigen.


💡 HERO-TIPP: Schrift zu klein? Erst die Skalierung prüfen

Wenn du aus deinem gewählten Bildschirmabstand Texte oder Bedienelemente nur schwer erkennst, musst du den Monitor nicht automatisch näher heranziehen. Prüfe zuerst die Skalierung im Betriebssystem oder die Schriftgröße im verwendeten Programm.

Unter Windows oder macOS kannst du die Darstellung vergrößern. Werte wie 125 % oder 150 % können je nach Monitor und Auflösung ein sinnvoller Ausgangspunkt sein. Welche Einstellung tatsächlich passt, hängt aber von deinem Display, deiner Sehaufgabe und deiner persönlichen Lesbarkeit ab.

Ändere die Skalierung am besten schrittweise und prüfe anschließend mit einem typischen Dokument, einer E-Mail oder einer Tabelle, ob die Darstellung aus deiner normalen Sitzposition gut lesbar ist.


Bildschirmabstand bei zwei Monitoren, Curved und Ultrawide

Ein zweiter Monitor oder ein besonders breites Display ändert die Grundidee nicht: Der Abstand muss zu deiner Sehaufgabe und zur tatsächlichen Darstellung passen. Zusätzlich wird aber wichtiger, wie viel der Bildschirmfläche du regelmäßig nutzt und wie weit du dafür den Kopf drehen musst.

Bildschirmabstand bei zwei Monitoren

Nutzt du einen Bildschirm deutlich häufiger, sollte dieser möglichst zentral vor deiner normalen Sitzposition stehen. Der zweite Monitor kann direkt daneben angeordnet und leicht zu dir ausgerichtet werden.

Arbeitest du mit beiden Displays ungefähr gleich häufig, sollten sie dicht nebeneinander stehen und möglichst ähnliche Sehabstände haben. So liegen die regelmäßig genutzten Inhalte nicht unnötig weit auseinander.

Die genaue Anordnung hängt davon ab, welche Programme auf welchem Display laufen. Wie du zwei Monitore sinnvoll anordnen kannst, erklären wir deshalb im separaten Dual-Monitor-Ratgeber ausführlicher.

Gibt der Radius bei einem Curved-Monitor den Sitzabstand vor?

Nein. Angaben wie 1000R oder 1500R beschreiben zunächst die Krümmung des Displays. 1000R bedeutet beispielsweise einen Krümmungsradius von 1.000 Millimetern.

Daraus folgt aber nicht automatisch, dass du exakt 100 cm vor einem 1000R-Monitor sitzen solltest. Der Radius ist eine Produkteigenschaft und kein persönlicher ergonomischer Idealwert.

Auch bei einem Curved-Monitor solltest du deshalb mit einem zur Aufgabe passenden Bereich beginnen und anschließend prüfen, ob Texte, Bedienelemente und die regelmäßig genutzten Bildschirmbereiche gut erfassbar sind.

Was gilt bei Ultrawide-Monitoren?

Bei sehr breiten Displays kann etwas mehr Abstand praktisch sein, wenn du sonst große Teile der Arbeitsfläche nur mit deutlichen Kopfbewegungen überblicken kannst. Ein universeller Zentimeterwert lässt sich daraus aber nicht ableiten.

Entscheidend ist, welche Bereiche des Displays du tatsächlich regelmäßig nutzt. Liegen wichtige Fenster überwiegend in der Mitte, kann die Einstellung anders ausfallen als bei einer Arbeitsweise, bei der die gesamte Breite ständig benötigt wird.

Kurzer Praxischeck für breite Setups

Zwei Monitore: Sind die häufig genutzten Bereiche in ähnlicher Entfernung und ohne große Kopfbewegungen erreichbar?

Curved: Nutzt du den Krümmungsradius nur als Produkteigenschaft und nicht als festen Sitzabstand?

Ultrawide: Kannst du die für deine Arbeit wichtigen Bereiche bequem erfassen, ohne wegen der großen Breite ständig die Position wechseln zu müssen?


Was der Abstand nicht löst: Höhe, Licht und Sehhilfe

Ein passender Bildschirmabstand ist nur ein Teil der Monitor-Einstellung. Wenn der Bildschirm ungünstig steht, sich Licht darin spiegelt oder deine Sehhilfe nicht zur Bildschirmarbeit passt, lässt sich das nicht allein durch mehr oder weniger Abstand lösen.

Monitorhöhe separat einstellen

Auch wenn der Abstand passt, sollte die Bildschirmhöhe zu deiner normalen Blickrichtung passen. Eine pauschale Höhenangabe ist dabei wenig hilfreich, weil Monitorgröße, Sitzposition und gegebenenfalls die verwendete Brille eine Rolle spielen.

Wie du die Monitorhöhe richtig einstellen kannst, behandeln wir deshalb separat.

Spiegelungen und Darstellung mitprüfen

Ist Schrift trotz passender Größe unangenehm zu lesen, kann auch die Darstellung eine Rolle spielen. Helligkeit, Kontrast, Umgebungslicht und Spiegelungen sollten deshalb unabhängig vom Abstand geprüft werden.

Die passenden Einstellungen erklären wir im Ratgeber dazu, wie du Helligkeit, Kontrast und Darstellung prüfen kannst.

Was gilt bei Gleitsicht- oder Arbeitsplatzbrillen?

Bei Gleitsicht- oder Arbeitsplatzbrillen kann der nutzbare Sehbereich von einer normalen Einstärkenbrille abweichen. Deshalb lässt sich nicht pauschal sagen, dass der Monitor bei einer bestimmten Brille höher, tiefer, näher oder weiter entfernt stehen muss.

Wenn du zum scharfen Sehen regelmäßig den Kopf deutlich anheben, senken oder nach vorne bewegen musst, sollte die Einstellung individuell geprüft werden. Bei anhaltenden Problemen sind Optiker, Augenarzt oder eine arbeitsmedizinische Beratung die besseren Ansprechpartner als ein allgemeiner Bildschirmabstandsrechner.


Häufige Fragen zum Bildschirmabstand

Die wichtigsten Antworten zu Monitorabstand, Bildschirmgröße, Curved-Monitoren, Skalierung und Brillen im Überblick.

Wie groß sollte der Abstand zwischen Augen und Bildschirm sein?

Für typische Büro- und Leseaufgaben kannst du zunächst etwa 50 bis 65 cm prüfen. Entscheidend ist anschließend, ob Schrift und Arbeitsinhalte aus deiner normalen Sitzposition gut lesbar sind. Einen persönlichen Exaktwert gibt es nicht allein anhand der Bildschirmgröße oder Auflösung.

Welcher Bildschirmabstand gilt bei 24, 27 oder 32 Zoll?

Bei normaler Büroarbeit kannst du auch bei 24, 27 oder 32 Zoll zunächst den Bereich von etwa 50 bis 65 cm prüfen. Die Zollgröße allein bestimmt den passenden Abstand nicht. Nur wenn der gesamte Bildschirminhalt möglichst ohne Kopfbewegung erfasst werden soll, verwendet unser Rechner eine separate grobe Abschätzung anhand der Bildschirmdiagonale.

Wie messe ich den Monitorabstand richtig?

Setz dich in deine normale Arbeitsposition und miss ungefähr von deiner Augenposition bis zur Bildschirmoberfläche. Ein Maßband ist dafür nachvollziehbarer als die bekannte Armlängen-Regel. Eine ausgestreckte Armlänge eignet sich nur als grobe Alltagshilfe.

Gibt es den optimalen Bildschirmabstand?

Einen allgemein gültigen optimalen Abstand für jede Person gibt es nicht. Sehaufgabe, dargestellte Schriftgröße, Skalierung, Bildschirmformat und individuelle Lesbarkeit beeinflussen die praktische Einstellung. Deshalb arbeitet der Rechner mit Startbereichen statt mit einem angeblich perfekten Einzelwert.

Was ändert sich bei zwei Monitoren?

Bei zwei Monitoren sollten regelmäßig genutzte Bildflächen möglichst in ähnlicher Entfernung liegen. Nutzt du einen Bildschirm deutlich häufiger, sollte dieser möglichst zentral vor dir stehen. Bei ungefähr gleichwertiger Nutzung können beide Displays dicht nebeneinander und auf deine Sitzposition ausgerichtet werden.

Gibt 1000R oder 1500R den Sitzabstand bei Curved-Monitoren vor?

Nein. 1000R oder 1500R beschreibt den Krümmungsradius des Displays. Ein 1000R-Monitor hat also einen Krümmungsradius von 1.000 mm. Daraus folgt aber nicht, dass exakt 100 cm dein persönlicher Sitzabstand sein müssen. Prüfe den Abstand auch bei einem Curved-Monitor anhand deiner Sehaufgabe und der tatsächlichen Darstellung.

Was kann ich tun, wenn die Schrift bei größerem Abstand zu klein ist?

Prüfe zuerst die Schriftgröße oder Skalierung im Betriebssystem und in deinen Programmen. Einstellungen wie 125 oder 150 Prozent können je nach Display ein Ausgangspunkt sein, sind aber keine allgemeine Vorgabe. Entscheidend ist, ob du typische Arbeitsinhalte aus deiner normalen Sitzposition gut lesen kannst.

Was muss ich bei einer Gleitsicht- oder Arbeitsplatzbrille beachten?

Bei Gleitsicht- oder Arbeitsplatzbrillen können die nutzbaren Sehbereiche unterschiedlich sein. Deshalb lässt sich nicht pauschal empfehlen, den Bildschirm höher, tiefer, näher oder weiter entfernt aufzustellen. Wenn du zum scharfen Sehen regelmäßig deine Kopfhaltung verändern musst, sollte die Einstellung individuell geprüft werden. Bei Problemen können Optiker, Augenarzt oder arbeitsmedizinische Beratung weiterhelfen.




Quellen & Methodik

Quellen und Prüfstand

Die Angaben auf dieser Seite basieren auf veröffentlichten Arbeitsschutz- und Ergonomiequellen. Eigene Berechnungen sind als solche gekennzeichnet.

Fachlich geprüft: 15. September 2026

So arbeitet der Bildschirmabstandsrechner

Für typische Büro- und Leseaufgaben verwendet der Rechner 50 bis 65 cm als Startbereich. Grundlage ist die DGUV Information 215-410. Dort werden für typische Büroaufgaben, bei denen die Leseaufgabe im Vordergrund steht, Sehabstände von 500 bis 650 mm als bewährt beschrieben.

Bildschirmgröße und Auflösung werden dabei nicht zu einem persönlichen Exaktwert verrechnet. Entscheidend sind zusätzlich Sehaufgabe, Zeichengröße, Skalierung und die tatsächliche Lesbarkeit am Arbeitsplatz.

Nur für die Auswahl „Gesamten Bildschirminhalt auf einen Blick erfassen“ nutzt der Rechner die grobe Abschätzung aus der ASR A6:

Bildschirmdiagonale in Millimetern × 1,6

Das Ergebnis wird auf fünf Zentimeter gerundet. Diese Berechnung ist eine tätigkeitsbezogene Orientierung für den Fall, dass der gesamte Bildschirminhalt möglichst ohne Kopfbewegung erfasst werden soll. Sie ist kein persönlicher Idealabstand für normale Text-, E-Mail- oder Tabellenarbeit.

Einordnung der ASR A6 im Homeoffice

Die ASR A6 ist eine Technische Regel für Arbeitsstätten. Sie gilt innerhalb ihres Anwendungsbereichs für Bildschirmarbeitsplätze in Arbeitsstätten und schließt eingerichtete Telearbeitsplätze ein. Homeoffice als Form mobiler Arbeit außerhalb einer Arbeitsstätte wird von der ASR A6 dagegen nicht unmittelbar geregelt.

Homeoffice Hero verwendet die dort beschriebenen Werte deshalb auf dieser Seite als fachliche Orientierung für die Arbeitsplatzgestaltung und stellt sie nicht pauschal als verbindliche Vorgabe für jeden privaten Homeoffice-Arbeitsplatz dar.

Verwendete Quellen

1

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

ASR A6 „Bildschirmarbeit“
Technische Regel für Arbeitsstätten, Ausgabe Juli 2024. Verwendet insbesondere für die Einordnung von Zeichenhöhe, Sehabstand und die grobe ×1,6-Abschätzung beim Erfassen des gesamten Bildschirminhalts.

ASR A6 bei der BAuA öffnen →
2

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

DGUV Information 215-410 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze – Leitfaden für die Gestaltung“
Ausgabe Juli 2019. Verwendet insbesondere für die Einordnung des Sehabstands bei überwiegend lesender Büroarbeit, den Zusammenhang zwischen Sehabstand und Zeichenhöhe sowie Hinweise zu Mehrbildschirmlösungen.

DGUV Information 215-410 öffnen →
3

DGUV Arbeit & Gesundheit

„Sicher und gesund am Bildschirm arbeiten“
veröffentlicht am 18. November 2024. Verwendet zur Einordnung des Anwendungsbereichs der ASR A6, insbesondere zur Abgrenzung zwischen Telearbeitsplatz und Homeoffice als mobiler Arbeit.

Beitrag bei DGUV Arbeit & Gesundheit öffnen →

Gesundheitliche Abgrenzung

Dieser Rechner und der begleitende Ratgeber dienen der allgemeinen Information zur Gestaltung eines Bildschirmarbeitsplatzes. Sie ersetzen keine augenärztliche, arbeitsmedizinische oder andere individuelle fachliche Untersuchung oder Beratung.

Sehvermögen, verwendete Brillen und persönliche Voraussetzungen unterscheiden sich. Wenn du Arbeitsinhalte trotz angepasster Darstellung schlecht erkennen kannst oder bei der Bildschirmarbeit wiederkehrende beziehungsweise anhaltende Beschwerden bemerkst, solltest du das fachlich abklären lassen.